Industriestandort Deutschland sichern.

Uwe Stiebling

Die meisten der heute angebotenen Konsumgüter werden unter Duldung und Anwendung von Menschenrechtsverletzungen, Kinderarbeit oder massiv umweltschädigenden Technologien und Arbeitsabläufen von Arbeits- und Lohnsklaven erzeugt.

Viele Konzerne verlagern ihre Produktionsstätten in immer entferntere Winkel dieser Erde. Deutschland und große Teile Europas gelten als de-industrialisiert. Das ist auch die gegenwärtige Lehrmeinung der Bundeszentrale für pol. Bildung. Internationale Konventionen der UN und Institutionen wie WHO, Weltklimakonferenz, IWF, OSZE oder WTO sind nicht in der Lage, die bestehenden Handels- und Produktionsabläufe der globalisierten Konzerne zu
regulieren.


Die Langzeit-Jugendarbeitslosigkeit ist auf das, erzeugt durch diese Ent-industrialisierung, Fehlen von (anspruchslosen) Produktionsprozessen zurückzuführen. Die Antwort darauf ist Kriminalisierung und Organisation in autonomen Verbänden.


Das derzeitige Produktions- und Handelsgebaren ist eine ständige Verbrauchertäuschung. Als Ursache der wirtschaftlichen und ethischen Verwerfungen in Europa ist die Verlagerung der deutschen und europäischen Konsumgüterproduktion in Schwellenländer mit miserabelsten
arbeitsrechtlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Standards zu nennen.


Der unkontrollierte Warenverkehr und die Ausnutzung des Lohngefälles zwischen Europa und den Schwellenländern sind die Ursache für das Abwandern der Konsumgüterindustrie in denletzten dreißig Jahren. Diese Entwicklung hat sich in den letzten zehn Jahren noch deutlich beschleunigt.


Der FRÜHLING hat sich zum Ziel gesetzt: Die Re-Installation der sozialen
Marktwirtschaft unter der Maßgabe sozialethischer und ökologischer Gestaltung des Planeten, mit Maßnahmen, die eine Re-Industrialisierung und damit die Sicherung des Industriestandortes Deutschland ermöglichen. Nationalistische Interessen eines geeinten Europas dürfen dabei in keiner Weise toleriert werden.


Die politische Grundlage dafür findet sich in der UNO-Resolution 217 A (III)
vom 10. Dezember 1948:


Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand. Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person. Jede Person hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und günstige Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor Arbeitslosigkeit. Jede Person, ohne Unterschied, hat das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit.