Atomkraft. Eine Herzensangelegenheit.

Endre Zakocs

Die Grundeinstellung des FRÜHLING ist, dass man alles darf, womit man die Freiheit der anderen nicht einschränkt.

Wird diese freiheitliche Grundhaltung auf die Energieerzeugung aus Kernenergie ausgedehnt, ergibt sich ein etwas differenzierteres Bild, als das heute in der Politik üblich ist. Nach diesem Prinzip müssen nämlich die Kraftwerksbetreiber alle Kosten von der Planung, bis zur vollständigen und sicheren Entsorgung selber tragen; Subventionen und Markteingriffe seitens des Staates sind ausgeschlossen. Selbstverständlich müssten die Betreiber den störungsfreien Betrieb sicherstellen. Gleichzeitig müssten sie aber im Schadensfall die Geschädigten entschädigen (können).

Nun versichern Versicherungsgesellschaften jeden nur erdenklichen Schaden, der mathematisch kalkulierbar ist. Einzige Ausnahme: Atomkraftwerke. Unter diesen Gesichtspunkten stellt sich die Frage nicht nach einem Atomausstieg. Auch wenn wir die Nutzung der Kernenergie nicht verbieten, unter den oben genannten Gesichtspunkten ist die Kernenergie mit der heutigen Kraftwerkstechnik einfach unbezahlbar teuer. Bereits die sichere Endlagerung bis zum vollständigen Zerfall der radioaktiven Elemente ist gegenwärtig technisch und finanziell nicht seriös zu berechnen.

Das heute Atomkraftwerke betrieben werden können, ist das Ergebnis politischer Machtausübung gegen die Freiheit der Bevölkerung. Kurzfristig erhält man zwar vermeintlich kostengünstige Energie, lagert allerdings fast unlösbare Probleme auf künftige Generationen aus. Die kurzfristigen Profite, die heute entstehen, müssen unsere Kinder und Kindeskinder teuer bezahlen, bzw. bezahlen wir bereits für die Kurzsichtigkeit unserer Eltern.

Demokratische Führer, die in 4-Jährigen Wahlperioden denken, werden solche Probleme nicht lösen, denn: „Das Problem ist heute nicht die Atomenergie, sondern das Herz des Menschen.“ (Albert Einstein)